{"id":476,"date":"2017-12-02T18:44:40","date_gmt":"2017-12-02T18:44:40","guid":{"rendered":"http:\/\/ageinbalance.com\/wp\/?p=476"},"modified":"2017-12-02T18:46:05","modified_gmt":"2017-12-02T18:46:05","slug":"warte-nicht-auf-die-erleuchtung-zuende-selbst-ein-licht-in-dir-an","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ageinbalance.com\/wp\/?p=476","title":{"rendered":"Warte nicht auf die &#8222;Erleuchtung&#8220; &#8211; z\u00fcnde &#8222;Selbst&#8220; ein Licht in Dir an"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wir Frauen und M\u00e4nner, die wir uns f\u00fcr Yoga interessieren und \u00a0mit Hingabe praktizieren, gehen \u00a0auf dem Yoga-Weg durch verschiedene Entwicklungsphasen. Sofern wir die damit verbundene Philosophie ernst nehmen und danach leben, und Yoga nicht nur als am\u00fcsante, sportliche Freizeitbesch\u00e4ftigung betrachten, eint uns ein anspruchsvolles Ziel. \u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das, was wir anstreben, sind best\u00e4ndige innere Harmonie und Wohlgef\u00fchl, Verbindung zum wahren Selbst und in einer erh\u00f6hten Betrachtung, Erleuchtung. Wobei ich die Erkenntnis von Buddha bevorzuge, der nicht von der gro\u00dfen \u201eErleuchtung\u201c sprach, sondern bescheidener, vom \u201eErwachen\u201c. Also einfach ein Zustand des bewussten Seins, im Einklang mit den Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten der Natur, den kosmischen Gegebenheiten und den allt\u00e4glichen Herausforderungen.<\/span><\/p>\n<p><b>\u00dcberzogene Erwartungen an die Zukunft<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir in diese Richtung unterwegs sind und uns mit den genannten Zielen identifizieren, dann richten wir unseren Blick nach vorn, in die Zukunft. \u00a0Wir erwarten, dass ein verhei\u00dfungsvoller Zustand dauerhafter Akzeptanz und Zufriedenheit auf uns zukommt, uns quasi widerf\u00e4hrt. Also warten wir im Prinzip darauf, dass es eines Tages hoffentlich \u201eKlick\u201c macht, und dass wir dann die gro\u00dfe Erkenntnis versp\u00fcren, wer wir wirklich in unserem tiefen Wesen sind und was der wahre Sinn unseres Daseins in diesem Leben ist. Und dann werden wir endlich gl\u00fccklich und zufrieden sein, bis ans Ende unserer Tage\u2026 \u201e und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute\u2026\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"> Ich m\u00f6chte diese bekannte Schlussphrase aus M\u00e4rchen und Sagen umdrehen \u00a0und dann k\u00f6nnte sie lauten: \u201e\u2026und wenn sie heute leben, dann sind sie noch nicht gestorben\u2026\u201c Der Fokus liegt auf dem Heute leben, also in der Gegenwart, oder wie man auch gern sagt \u201e im Hier und Jetzt\u201c. Dabei habe ich den Eindruck, dass viele Menschen diese Aussage in ihrer Bedeutung noch nicht wirklich erkannt haben. Im Hier und Jetzt leben hei\u00dft, \u00a0nicht abwarten und hoffen auf eine \u00fcberirdische Erscheinung oder auf das, was uns vielleicht Gutes in der Zukunft geschieht. Nein, es verlangt, dass wir ganz bewusst und vor allem auch aktiv jetzt, heute, f\u00fcr einen Befindlichkeitszustand sorgen, der uns innerlich frei und stark sein l\u00e4sst; damit wir schon in der Gegenwart Wohlgef\u00fchl, Geborgenheit und Freude in unserem wahren Wesen genie\u00dfen k\u00f6nnen. Wir nehmen also unser Leben selbst in die Hand. Wer sollte es denn sonst f\u00fcr uns tun? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das setzt aber voraus, dass wir uns von unseren \u00fcberzogenen Erwartungen an eine L\u00f6sung von Au\u00dfen oder an das Wunder einer Erleuchtung oder Befreiung, wie auch immer sie geschehen sollten, verabschieden und stattdessen selbst ein Licht in uns anz\u00fcnden &#8211; wenn wir denn f\u00fcr Andere und nicht zuletzt auch f\u00fcr uns selbst, Licht sein wollen -. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Erwachen im Jetzt ist m\u00f6glich<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Diese Entscheidung und die daraus folgenden Handlungen kann und wird uns niemand abnehmen. Das ist unsere ureigene Aufgabe, und wenn wir es nicht tun, werden wir diesen einzigartigen, verlockenden Zustand der Einheit, \u00a0Freiheit und Harmonie nicht erleben. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ich bin mir sicher, dass es m\u00f6glich ist, selbst f\u00fcr die eigene \u201eErleuchtung\u201c oder das \u201eErwachen\u201c zu sorgen. Wir sind alle g\u00f6ttliche, auserw\u00e4hlte Wesen und jeder von uns tr\u00e4gt das strahlende Licht seiner Einzigartigkeit in sich, sonst k\u00f6nnten wir gar nicht existieren. Aber leider haben viele den Zugang zu ihrem inneren, heiligen Raum, wo sie sich gesch\u00fctzt und sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen und im Einklang mit sich sind, verloren. Sie haben aufgeh\u00f6rt zu leuchten und ihre Ausstrahlung und Lebensfreude ist zugedeckt von Alltagssorgen und entt\u00e4uschenden Erfahrungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Unsere Gedanken bewegen sich oft im Spannungsfeld zwischen leidvollen, belastenden Erlebnissen der Vergangenheit und sehnsuchtsvollen Zukunftserwartungen. Aber das Leben findet nur in der Gegenwart statt. Sobald wir \u00fcber Vergangenes nachdenken und es zulassen, dass schmerzhafte Erinnerungen unser Denken und F\u00fchlen bestimmen, haben wir den Kontakt zur Gegenwart und damit zu uns verloren. Und wenn wir uns mit vagen Hoffnungen, Tr\u00e4umen, W\u00fcnschen und Zukunfts\u00e4ngsten besch\u00e4ftigen, blockieren wir ebenfalls den Zugang zu unserem inneren Kern und Wonnegef\u00fchl, das die Inder als \u2013 <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Sat-Chid-Ananda<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> \u2013 bezeichnen; absolutes Sein, Wissen und Gl\u00fcckseligkeit.<\/span><\/p>\n<p><b>Wege zur harmonischen Einheit und Verbindung<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wie k\u00f6nnte es uns denn gelingen, weitgehend konstant bei uns, sprich gegenw\u00e4rtig zu bleiben bzw. wenn wir in die Vergangenheits- und Zukunftsfalle geraten sind, wieder aus diesem bedr\u00fcckenden Zustand herauszukommen? \u00a0Die Antwort liegt in der Weisheit unseres K\u00f6rpers und der Kontrolle unserer Gedanken. Wenn wir in der Lage sind, m\u00f6glichst gedankenfrei unseren K\u00f6rper zu sp\u00fcren, unsere mentalen Begrenzungen wahrzunehmen und durch Konzentration auf die Atmung in einen erweiterten Bewusstseinszustand zu gelangen, haben wir die Chance, uns intensiv zu sp\u00fcren und wieder in eine harmonische Verbindung mit uns zu kommen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein hilfreicher Weg ist es, den K\u00f6rperkontakt nicht nur von Au\u00dfen, durch Bewegung und Ber\u00fchrung herzustellen, sondern sich mental<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">in das Innere des K\u00f6rpers hineinzuversetzen und aus der Geborgenheit dieses inneren \u201eZuhauses\u201c die Au\u00dfenwelt zu betrachten und wahrzunehmen. Idealerweise beginnt man den Weg in den K\u00f6rper mit einer l\u00e4ngeren Meditation, um sich einzustimmen und Schritt f\u00fcr Schritt ganz zu \u00f6ffnen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Danach konzentriert man sich ganz bewusst auf die K\u00f6rperwahrnehmung. Man f\u00e4ngt an mit einer liebevollen Kontaktaufnahme zu den F\u00fc\u00dfen, verbunden mit einem Dank an diese wichtigen K\u00f6rperteile, die uns durch das Leben tragen und die Verbindung zu unserem \u201eGrounding\u201c, zur Erdverbindung, sind. Dann wandert man mit seiner Aufmerksamkeit Schritt f\u00fcr Schritt weiter \u00fcber die anderen K\u00f6rperteile \u2013 Beine,<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">Becken, R\u00fccken, Brustkorb, H\u00e4nde, Arme, Schulter, Nacken bis hoch zum Kopf. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Jede Region wird \u00a0sanft und freundlich, mit dankbaren Worten und Gef\u00fchlen<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">gew\u00fcrdigt. \u00a0Wir k\u00f6nnen diesen Kontakt auch mit einer liebevollen Ber\u00fchrung unterst\u00fctzen und intensivieren. <\/span><\/p>\n<p><b>K\u00f6rperempfinden und Atmung schaffen Bewusstsein<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Aus dieser sanften, einf\u00fchlsamen Vorgehensweise wird sich das Gesp\u00fcr entwickeln, \u00fcber welche K\u00f6rperregion der Zugang in das K\u00f6rper-Innere erfolgen kann. Hierbei hilft uns vor allem eine tiefe, gleichm\u00e4\u00dfige Atmung, die richtige Eingangspforte zu finden. So wie die Atemwelle rhythmisch unseren K\u00f6rper bewegt, k\u00f6nnen auch wir uns dieser genuinen Bewegung hingeben und uns in der Schwingungsfrequenz mit dem K\u00f6rper vereinen und zu einem Gef\u00fchl der Ganzheit kommen. Wir bewohnen ganz bewusst unsere k\u00f6rperliche H\u00fclle, verbinden uns mit der ihr innewohnenden Energie und k\u00f6nnen \u00a0somit die \u00fcbliche Dominanz des Verstandes tempor\u00e4r verlassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir uns in unserem eigenen Energiefeld eingerichtet haben und uns an dem, was wir verk\u00f6rpern und f\u00fchlen, erfreuen, sind wir gegenw\u00e4rtig. Das hei\u00dft, wir sind in einem Bewusstseins-Zustand, \u00a0der uns erlaubt, alles was mit uns und um uns herum geschieht anzunehmen und so zu lassen, wie es ist. Wir empfinden uns im Einklang und damit in Verbindung mit dem Selbst, mit unserer wahren Natur. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Und dann werden wir erkennen, dass wir diese Wahrheit, diese Vollkommenheit, dieses Urwissen, bereits von Anbeginn an in uns getragen haben. Wir sp\u00fcren wieder das Licht, das in uns brennt und uns w\u00e4rmt und heil sein l\u00e4sst. In diesem Zustand brauchen wir nicht mehr nach Au\u00dfen oder hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen, um unseren inneren Frieden und ein bejahendes Lebensgef\u00fchl zu finden. Alles, was wir f\u00fcr ein erf\u00fclltes Leben brauchen, ist schon in uns und steht uns zur Verf\u00fcgung.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir Frauen und M\u00e4nner, die wir uns f\u00fcr Yoga interessieren und \u00a0mit Hingabe praktizieren, gehen \u00a0auf dem Yoga-Weg durch verschiedene Entwicklungsphasen. 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